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Montag, 31. Juli 2006 |
Der gotische Ostchor der Johanneskirche Weinsberg konnte
seit seiner Renovierung im Jahr 1974 kaum genutzt werden, da kein
Begleitinstrument für gottesdienstliche Feiern zur Verfügung stand.
Seit 1983 rückte eine Reihe von 2 bis 3 kammermusikalischen Konzerten
jährlich diesen Raum den letzten Jahren wieder mehr ins Bewußtsein der
Öffentlichkeit. Die freundliche Helligkeit, die herrliche Akustik, die
intime Atmosphäre (und nicht zuletzt die angenehme Fußbodenheizung)
boten den idealen Rahmen für diese Veranstaltungen.
Weil man
diesen Raum auch für kleinere Gottesdienste, Taufen, Hochzeiten
(denkbar auch als "Winterkirche" wahrend der kalten Monate) nutzen
wollte, nahm der Kirchengemeinderat mittelfristig die Beschaffung einer
Orgel für den Ostchor in Aussicht. Sehr kurzfristig kam das Projekt
dann ins Rollen, als die katholische Kirchengemeinde Tauberbischofsheim
im September ihre Orgel "ganz oder teilweise" zum Verkauf anbot. Eine
Prüfung des Angebots durch die Orgelbauer Junger und Kaul vor Ort
ergab, daß das Rückpositiv dieser Orgel sowohl in technischer als auch
in musikalischer Hinsicht den Grundstock für eine Kleinorgel im Ostchor
bilden konnte.
Auch konnten die groBen (und damit teueren)
Pfeifen des Pedalregister "Subbaß" aus dieser Orgel günstig erstanden
werden. Der Kirchengemeinderat beschloß den Ankauf dieser Teile und
beauftragte den Orgelbauer Marcus Kaul mit dem Bau der Orgel. Zwei
weitere Register,ein über hundert Jahre altes "Gedeckt" (Holz) aus der
alten Eberstädter Orgel und ein "Pommer 8" aus dem Rückpositiv der
Weigle-Orgel der Johanneskirche (der 1980 durch ein kräftigeres
Grundregister ersetzt worden war) ,sollten in der neue Orgel ebenfalls
ihren Platz bekommen. Der finanzielle Grundstein wurde wurde durch eine
sehr großzügige Spende eines Weinsberger Mitbürgers gelegt.
Wenn
wir nun heute, ein Jahr danach, anstelle einer "Kleinorgel" ein
zweimanualiges Instrument mit bisher 13 Registern und einigen
technischen Besonderheiten (siehe Beschreibung) einweihen durfen, so
haben wir das in erster Linie dem großen Können und dem keineswegs
selbstverständlichen Arbeits- und Zeiteinsatz des Orgelbauers Marcus
Kaul zu verdanken, der mit diesem Instrument in über 2000
Arbeitsstunden seine Vorstellungen eine Orgel zum Nutzen unserer
Gemeinde verwirklicht hat. Wir hoffen sehr, wir die noch fehlenden 7
Register in Bälde einbauen konnen, damit das Werk vollendet wird.
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